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Verspannte Muskeln munter machen – Tipps zur Selbsthilfe

Langes Sitzen oder Stehen belastet Muskeln einseitig und kann zu Verspannungen führen. Eine falsche Haltung – zum Beispiel Sitzen mit einem Hohlkreuz oder Heben mit rundem Rücken – verstärkt die Beschwerden zusätzlich. Ein verspannter Muskel wird hart und kann beim Massieren wehtun. So eine empfindliche Stelle sollte mit kreisenden Fingerspitzen erspürt und bearbeitet werden. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, Stoffwechselschlacken schneller abtransportiert, und der Muskel kann sich rascher erholen. Zusätzlich sollte man darauf achten, nicht allzu lange in derselben Position zu verharren – Bewegung ist das beste Mittel, um Verkrampfungen vorzubeugen.


Rücken

Die Selbstmassage des Rückens hat selbstverständlich ihre Grenzen – schließlich ist nicht jeder so beweglich wie ein Akrobat. Mit einem Rückengurt (zum Beispiel von LECO) ist die Rückenmassage aber jedem leicht möglich und gleichzeitig sehr wirkungsvoll. Führen Sie den Gurt einfach einige Male waagrecht und schräg über den Rücken. Durch die Reibung wird der Rücken warm – und Wärme ist das Wichtigste, um Verspannungen zu lockern. Vor der Massage kann deshalb eine warme bis heiße Dusche die Wirkung noch verstärken. Zusätzlich können Sie sowohl den Bereich der Schulterblätter, als auch die untere Lendenwirbelsäule selbst durch gezielte Griffe entlasten. Einige Übungen
werden anschließend vorgestellt. Wenn Sie Ihren Rücken auf diese Weise eingehend behandelt und seine Durchblutung angeregt haben, sollten Sie sich mindestens eine halbe Stunde ausruhen – auf dem Bauch liegend auf gerader Unterlage.

 
 
 
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Die Schultern kneten
Im Stehen oder im Sitzen greifen Sie mit der linken Hand auf die rechte Schulter, und zwar in den Bereich zwischen Schulterblatt und Wirbelsäule. Kneten Sie die Muskeln dort kräftig durch. Verringern Sie den Druck, wenn Schmerzen auftreten sollten. Umkreisen Sie verhärtete Punkte vorsichtig und drücken Sie zum Schluss auf die betreffende Stelle. Verfahren Sie genauso mit der rechten Hand auf der linken Schulter. Kneten Sie beide Schultermuskeln so lange, bis Sie sich entspannter und lockerer fühlen.

 


Lasten abstreifen

Streichen Sie mit der linken Hand mehrmals schnell und leicht vom Nacken über die rechte Schulter. Wiederholen Sie die Streichungen auf der linken Schulter. Ein Massagehandschuh kann die Wirkung unterstützen.

 

Von den Schulterblättern nach unten ziehen
Stehen Sie bequem und ballen Sie Ihre Hände zu lockeren Fäusten. Beugen Sie beide Arme an und bringen Sie sie hinter den Rücken (gleichseitig, nicht über Kreuz). Setzen Sie die Daumenballen unter den Schulterblättern auf den Rükken auf – den rechten Daumenballen auf der rechten Körperseite, den linken auf der linken. Streichen Sie mit beiden Händen nach unten bis zum Gesäß. Wiederholen Sie das Streichen mehrmals.

 


Waagrecht kreisen

und streichen nach innen In derselben Handstellung wie bei der vorigen Übung kreisen Sie mit den Daumenballen von den Außenseiten des Rückens nach innen zur Wirbelsäule
hin. Diese sollten Sie dabei jedoch nicht berühren. Beginnen Sie oben und enden
Sie am Gesäß. Danach wiederholen Sie einen Durchgang von oben nach unten, aber diesmal mit Streichungen von außen nach innen. Tipp: Diese Übung können Sie auch mit
gekreuzten Armen auf dem Rücken durchführen: Die rechte Hand kreist oder streicht die linke Rückenseite und die linke Hand die rechte Seite.

 

Beidhändiges Kneten der Seiten
Greifen Sie mit beiden Händen auf eine Körperseite, die Daumen auf der Vorderseite, die anderen Finger auf dem Rücken. Kneten Sie mit beiden Händen das Gewebe durch, von oben nach unten. Massieren Sie so auch die zweite Körperseite.

 

 
Rücken ausklopfen
Setzen Sie sich, halten Sie den Rücken gerade, aber entspannt. Klopfen Sie mit beiden Händen locker auf den Rücken, beidseitig neben der Wirbelsäule, von oben nach unten.


Füße

Unsere Füße sind häufig die Stiefkinder unseres Körpers. Viele Frauen zwängen sie in spitze, enge, hochhackige Schuhe und vernachlässigen sie oft sträflich. Irgendwann rächen sich die Füße dann mit Hammerzehen, Hornhaut, Hühneraugen und anderen unangenehmen Erscheinungen. Abhilfe schaffen hier auf Dauer nur bequeme, vorne breite Schuhe mit flachem Absatz, regelmäßige Massagen und Bewegungsübungen. Bevor Sie mit der Fußmassage beginnen, sollten Sie sich ein heißes Fußbad gönnen und Hornhaut mit einem Bimsstein entfernen. Nachdem die Füße gepflegt und von überschüssiger Hornhaut befreit wurden, sind sie optimal für eine Massage vorbereitet. Nur dann kann eine Fußmassage auch ihre Wirkung entfalten. Die hier beschriebenen Übungen können abwechselnd miteinander kombiniert werden – probieren Sie aus, welche Abfolge, Kombination und Druckstärke Ihnen am besten hilft. Das Eincremen der Füße kann die Massage erleichtern. Am besten führen Sie die Fußmassage im Sitzen aus und lehnen den Rücken an. Achten Sie darauf, dass Sie den Rücken aufrecht halten und atmen Sie bewusst. Stellen Sie sich einen niedrigen Stuhl oder einen Schemel bereit, auf dem Sie ein Handtuch ausgebreitet haben. Er dient dazu, die Füße darauf abzustellen.

 

Fußsohlen ausstreichen
Beugen Sie im Sitzen ein Knie nach außen und legen Sie den Fuß auf das andere Knie oder auf einen zweiten Stuhl vor Ihnen. Umfassen Sie den Fuß mit beiden Händen, die Daumen an der Fußsohle. Streichen Sie mehrmals mit festem Druck der Daumen von der Ferse in Richtung Zehen. Wiederholen Sie das mit dem anderen Fuß. Tipp: Sie können die Streichung auch mit einer Handinnenfläche, mit der lockeren Faust oder einem Massagehandschuh ausführen. Außerdem kann die Übung mit kreisenden Bewegungen
wiederholt werden. Auf beide Arten werden auch die Fußreflexzonen beeinflusst.

 

Zehen langziehen
Stellen Sie einen Fuß auf einen Schemel und ergreifen Sie ihn mit beiden Händen – diesmal mit den Daumen auf dem Fußrücken. Beginnend bei der kleinen Zehe ziehen Sie nacheinander alle Zehen lang, und zwischendurch massieren Sie immer wieder mit beiden Händen das so genannte Quergewölbe des Fußes (der mittlere Fußbereich zwischen Ferse und Zehen). Behandeln Sie den zweiten Fuß ebenso.

 

 

Fußrücken ausstreichen
Umfassen Sie wie in der vorigen Übung einen Fuß mit beiden Händen und ziehen Sie ihn hoch, so dass nur die Ferse aufliegt. Streichen Sie mehrmals mit den Daumen auf dem Fußrücken vom Zehenansatz bis zu den Fußknöcheln. Sie können die Bewegung auch auf dem Schienbein noch weiter nach oben ausführen. Verfahren Sie genauso mit dem
anderen Fuß. Tipp: Das Ausstreichen ist auch mit einem Massagehandschuh möglich.

 


Füße kneten
Umfassen Sie einen Fuß wie gehabt und kneten Sie ihn mit festem Druck zwischen
Daumen und anderen Fingern durch: von innen nach außen sowie von außen nach innen, am inneren Fußrand von der großen Zehe bis zur Ferse, am äußeren Fußrand von der kleinen Zehe zur Ferse. Schmerzpunkte etwas länger bearbeiten und sanft darauf kreisen
oder drücken.

Achillessehnen kneten
Umfassen Sie mit der linken Hand den rechten Fuß von hinten im Bereich des Fußknöchels (dort befindet sich die Achillessehne) und mit der rechten Hand entsprechend den linken Fuß. Kneten Sie kräftig die Achillessehnen und wandern Sie dabei mit Ihren Händen bis zur Wadenmitte hinauf. Hierbei können Schmerzen auftreten, die der Massagewirkung jedoch keinen Abbruch tun. Tipp: Massieren Sie hierbei einen beruhigenden Balsam ein, zum Beispiel das Sport- und Massageöl von LECO.